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Gesangsunterricht

Der Gesangsunterricht ruht auf drei Säulen.

Die erste Säule ist die Beschäftigung mit einem Gesangsstück. Im Vordergrund steht dabei immer die Suche nach dem persönlichen, zur SängerIn passenden Ausdruck. Die Arbeit beginnt mit der Auswahl eines Gesangsstücks, das zur Persönlichkeit der SängerIn passet und ihre gegenwärtigen stimmlichen Fähigkeiten optimal ausnützt.
Um das Stück leichter zu erlernen, biete ich meinen Schülern die Nutzung der Aufnahmeanlage (Mischpult und Grenzflächenmikrophone) im Unterrichtsraum an. So ist Notenkenntnis nicht unbedingt erforderlich und das Üben zuhause wird erleichtert.
Wenn die technischen Schwierigkeiten des Stücks weitgehend gemeistert sind, beginnt die seelische Beschäftigung mit dem Stück.
Musik erzählt meistens von Gefühlen: Freude und Schmerz, Hoffnung und Resignation, Wut oder Liebe. Aufgabe des Sängers ist es, diese Gefühle in sich selbst zu entdecken, denn nur so kann der Vortrag authentisch werden und das eigene Herz ebenso wie die Herzen der Zuhörer berühren. Spannend wird die Arbeit dann, wenn noch wenig beleuchtete Facetten der eigenen Persönlichkeit von der Musik angesprochen werden.
Die zweite Säule ist die Entfaltung der Stimme. Treibstoff der Stimme ist sowohl der Atem, als auch die Muskulatur des Körpers insbesondere die Muskulatur des Vokaltraktes. Beim gezielten Training der Vokaltraktmuskeln greift der Unterricht auf die Methode des funktionalen Stimmtrainings zurück.
Die dritte Säule ist die Körperarbeit. Das Instrument des Gesangs ist der eigene Körper. Also führt die Arbeit an der Stimme immer zur Arbeit am eigenen Körper. Wir arbeiten dabei ebenso an der Muskulatur wie an der Beweglichkeit des Körpers.